Ziele und Wege zum Ziel

Das Projekt verfolgt zwei sich ergänzende Ziele:

  1. Erwachsene, die mit Kindern arbeiten, zu befähigen, gewaltfreie, einfühlsame Kommunikation und konstruktive Konfliktklärung zu leben
  2. Kindern die Möglichkeit zu eröffnen sich in ihrem schulischen Kontext mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen auseinander zu setzen und sich gegenseitig auf einer sozial-emotionalen Ebene zu bereichern

Als Erwachsener Gewaltfreie oder Wertschätzende Kommunikation zu praktizieren bedeutet, einen Wandel in sich selbst herbei zu führen. Diesem folgt ein Wandel im Außen.
Das Bewusstsein und die Haltung der Gewaltfreien Kommunikation bedingt Veränderungsprozesse auf allen Ebenen des täglichen Lebens. Dabei soll es nicht darum gehen alles unter Kontrolle zu haben, sondern Veränderungspotentiale wahrzunehmen, mit ihnen präsent zu bleiben und sie zu ermöglichen.

Die Herausforderung ist zunächst die Wandlung der eigenen Haltung gegenüber sich selbst und anderen, insbesondere Kindern und Jugendlichen. Ihre Rolle als Lehrperson, von einer eher als bestimmende Autorität auftretenden Person, erfährt einen Wandel hin zu einer natürlichen Autorität. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass sie gleichzeitig die eigenen Bedürfnisse und die Bedürfnisse anderer anerkennt und sie in Entscheidungen mitberücksichtigt.

Wir sprechen mit der Ausbildung gezielt Erwachsene an, die gerne Veränderung sehen wollen und sich mit der Gewaltfreien Kommunikation erprobte Werkzeuge holen wollen, die es ihnen ermöglichen täglich zu üben und einen Schritt nach dem anderen zu machen.
Die Durchführung der Lernwerkstätten mit den Kindern und das sich täglich heran tasten an die neue Haltung als Lehrperson oder Begleiterin sind Teile dieses Lernen fürs Leben.